Detmold

"Ich kam allein---!" Rettende Kindertransporte - Fremde Heimat

Datum:
Montag, 23.01.2017 08:00 - Freitag, 24.03.2017 13:00


Was bedeutet es für ein Kind, seine Eltern, Geschwister und Freunde zurücklassen zu müssen? Was bedeutet es für Kinder, in ein unbekanntes Land zu reisen, ohne Gewissheit, dort Unterstützung zu finden? Was bewegt die Eltern, ihre Kinder außer Landes zu bringen, in der trügerischen Hoffnung, ihnen bald selbst folgen zu können?

Das Schicksal jüdischer Kinder, die vielfach über Großbritannien Deutschland verlassen und überleben konnten, berührt. Der Detmolder Fritz Herzberg floh als 17-jähriger. Seine nächsten Angehörigen, die gehofft hatten, Fritz würde ihnen den Weg ins Ausland ebnen können, wurden ermordet.

Anrührend ist auch das Schicksal junger Flüchtlinge, die heute unbegleitet Schutz in der westlichen Welt suchen. In Detmold und Lippe leben Kinder und Jugendliche aus Krisengebieten, die unsere Unterstützung benötigen.

Der Ortsverband Detmold des Deutschen Kinderschutzbundes, der die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv nach Detmold geholt hat, möchte die Brücke schlagen in die Gegenwart und auf das Schicksal geflüchteter Kinder und Jugendlicher aufmerksam machen. Gleichzeitig möchte der DKSB Detmold mit seinem Projekt „Ehrenamtliche Vormünder für minderjährige Ausländer“ diesen Kindern und Jugendlichen eine besondere Unterstützung in einem fremden Land geben. Ein herzlicher Dank gilt Shafiqullah (17 Jahre aus Afghanistan), Rama (15 Jahre) und Maha (14 Jahre, beide aus Syrien), die für die Ausstellung ihre persönliche Geschichte erzählt haben.

Die Ausstellung ist vom 23. Januar bis 24. März 2017
montags bis donnerstags von 8:00 bis 17:00 Uhr
und freitags von 8:00 bis 13:00 Uhr im Rathaus
zu besichtigen.

Weitere Termine nach Vereinbarung.